Montag, 18. Januar 2010

Do no evil - Googles Maßnahmen in China

Vergangene Woche wurde der Suchmaschinenanbieter Google Opfer eines Hacker-Angriffs, dessen Ursprung in China vermutet wird. Im Visier der Hacker waren die Google-Mail-Konten zahlreicher chinesischer Menschenrechtsaktivisten.
Googles Konflikt in China, besteht jedoch schon länger: Denn 2006 musste sich Google der chinesischen Zensur unterlegen und die Suchergebnisse für google.cn filtern. Durch diesen Schritt geriet Google in den westlichen Demokratien heftig unter Feuer. Jetzt will Google die Zensur in China jedoch nicht mehr länger hinnehmen und droht mit einem Rückzug aus dem chinesischen Internetmarkt.
Experten zweifeln daran, ob Google die Drohung wahrmacht und tatsächlich den größten und am schnellsten wachsenden Internetmarkt der Welt ohne weiteres aufgibt. Wenn man jedoch genauer hinsieht, ist Googles Marktanteil in China verhältnismäßig gering, Schätzungen liegen um die 20 Prozent-Marke.
Viele sind der Meinung, die mutige Drohung Googles mit einem Rückzug enthält zu großen Teilen auch eine PR-Maßnahme zur Image-Verbesserung.

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